Kolloquium

Das Technomathematik-Kolloquium bietet Unternehmen, Studierenden und Professoren die Möglichkeit für Vorträge zu aktuellen Themen aus Forschung und Industrie, Arbeitsmöglichkeiten von Technomathematikern und kooperativen Vorhaben.

Fabian Lenz, ein Mathematik-Absolvent der THWS und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien - ABC-Schutz (WIS) hielt einen spannenden und informativen Vortrag über Numerische Simulationen für den militärischen Schutz. Interessante Fragenstellungen ergaben sich hinsichtlich der Anwendbarkeit der Ergebnisse und der Mathematik der zugrundeliegenden Verfahren. Herr Lenz erläuterte auch Möglichkeiten für Praktika.

Zusammenfassung

Moderne elektronische Systeme weisen Empfindlichkeiten gegenüber elektromagnetischen Störbeeinflussungen - EMI (Electromagnetic Interference) - auf. Diese unterteilen sich in elektromagnetische Verträglichkeit in normalen Umgebungen und dem Schutz gegenüber elektromagnetischen Pulsen. Diese können natürlichen z.B. LEMP (Lightning Electromagnetic Pulse) oder technisch generierten (N)EMP (Nuclear Electromagnetic Pulse) Ursprungs sein. Militärisch  genutzte Systeme müssen unempfindlicher oder robuster gegenüber den o.g. Effekten sein. Um sicherzustellen, dass militärisch genutzte Systeme den hohen Anforderungen  des militärischen Standards genügen, werden im Rahmen von Testverfahren die EMI-Verträglichkeiten getestet. Dabei unterstützt die numerische Feldsimulation die Arbeit erheblich. Abhängig von der Aufgabenstellung  bietet die Numerik diverse mathematische Ansätze, um Lösungen zu generieren. Das Verfahren der Momenten-Methode hat sich in vielen Fällen als erfolgreich erwiesen. In Kombination mit anderen Verfahren sind schnelle und detaillierte Analysen möglich.

Fabian Lenz
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Numerische Simulation
WIS GF 330
Humboldtstr. 1 | DE 29633 Munster

Bildunterschrift:

Fabian Lenz im Anschluss an seinen Vortrag.

Induzierte Oberflächenströme durch Radarstrahlung auf der Fregatte der Brandenburg-Klasse (WIS, Munster).

 

 

Von Physik im Schwimmbad zu neuartigen Flüssigkristallen: Wie mathematische Methoden helfen, komplexe Fluide zu verstehen

Fluide ist der Oberbegriff für Flüssigkeiten und Gase. Komplexe Fluide bestehen aus mehreren Komponenten oder aus Molekülen, die neben den Positions- auch Orientierungs- oder Konformationsfreiheitsgrade besitzen. Anwendungsbeispiele sind Batterieelektro­lyte (mehr­komponentige Mischungen), Flüssigkristalle (aus anisotropen Molekülen) und geschmolzene Kunststoff­granulate (aus Polymerketten). Die Wirkungsweise komplexer Fluide beruht stets auf ihrer mikroskopischen Struktur, die durch bestimmte Längenskalen charakterisiert wird. Diese mikroskopische Struktur gilt es in Abhängigkeit von Eigenschaften der Moleküle eines Fluids zu bestimmen und zu verstehen. Nach einer Einführung in die elementaren Begriffe struktureller Fluide wird der Formalismus der Dichtefunktionaltheorie vorgestellt, der einen universellen Zugang zur mathematischen Modellierung von komplexen Fluiden bietet. An zahlreichen Beispielen wird vorgeführt, wie sich hiermit allgemeine exakte Beziehungen, systematische Approximationen und numerische Verfahren aus der Theorie der Fluide ergeben, und welche mathematischen Methoden dabei zum Einsatz kommen.

Bildunterschrift: Prof. Dr. Markus Bier, THWS sowie Flüssigkeitsmischungen (l.o.), kolloidale Suspensionen (r.o.), ionische Fluide (r.u.), Polymere (l.u.) und Flüssigkristalle (m.) sind Beispiele komplexer Fluide (M. Bier).

Generative models for graphs - challenges and responses

Stable Diffusion hat kürzlich für großes mediales Aufsehen gesorgt, da es Texteingaben in realistische Bilder umsetzen kann. Stable Diffusion gehört zu den tiefen generative Modellen, dank deren Hilfe gerade viele weitere Fortschritte bei Bild-, Video- und Spracherzeugung erzielt werden.
Möchte man aber z.B. chemische Strukturen generieren, braucht man entsprechende Modelle auf Graphen.
In ihrem Vortrag erklärte Prof. Dr. Magda Gregorová, auf welche Herausforderungen man dabei stößt und wie man tiefe generative Modelle auf Graphen erweitern kann.

Vortragszusammenfassung

Deep generative models aim at learning the probability distributions of high-dimensional data. Having learned the distributions, the models can sample from these, producing new realistic data examples. Great progress have been achieved on domains such as images, videos or language. The task of graph generation poses several important challenges due to the discreteness of the data structures and complex internal relationships. In this talk we will speak about the challenges of graph generative modeling, discuss some of the existing responses and outline our approach to the problem.

Bildunterschrift: Prof. Dr. Magda Gregorová, THWS.

Die Auswertung von Messdaten ist ein sehr wichtiger Bestandteil des täglichen Aufgabengebiets eines Ingenieurs in der beruflichen Praxis. Zur Auswertung und Analyse dienen hierzu häufig spezielle Messdatenanalyse-Softwaresysteme oder aber Programmiersprachen wie beispielsweise Python und Matlab. Wir demonstrieren in diesem Vortrag exemplarisch den Prozess der Messdatenauswertung inkl. mathematischer Anwendung anhand der Software FlexPro. FlexPro ist auf einfache Bedienbarkeit (gemäß Excel-Bedienkonzept) ausgelegt, aber gleichzeitig in der Lage, große Datenmengen auszuwerten und Analysen vollständig zu automatisieren. Die Software steht an Hochschulen zudem kostenfrei zur Verfügung. Das Spektrum häufig verwendeter mathematischer Methoden ist vielfältig und reicht von grundlegender Statistik bis hin zu fortgeschrittenen Verfahren der digitalen Signalverarbeitung. Interessante mathematische Anwendungsfälle werden im Laufe des Vortrags aufgezeigt und diskutiert.

Bildunterschrift: Mathematische Anwendungen in der Messdatenanalysesoftware FlexPro (Beispiel Frequenzanalyse).

Zugdynamische Simulationen

Je länger der Güterzug, desto effizienter der Transport - soweit einleuchtend. Warum bei uns Güterzüge aktuell aber nur max. 700 m lang sind, und wie viel Mathematik und Physik man braucht, um einhundert Meter an maximaler Zuglänge zu gewinnen, erklärte Peter Spiess von DB Systemtechnik in seinem Vortrag "Zugdynamische Simulationen" im Technomathematik-Kolloquium.

Vortragszusammenfassung

In Güterzügen treten während des Betriebs erhebliche Längskräfte zwischen den einzelnen Wagen auf. Diese können, wenn sie kritische Werte überschreiten, schlimmstenfalls zu Zugtrennungen oder Entgleisungen führen. Diese Tatsache stellt bei heutiger Technik eine Begrenzung der Längen und Massen von Güterzügen dar. Für eine Kapazitätssteigerung des Schienennetzes ist eine Überwindung dieser Grenzen jedoch notwendig. Dafür bedarf es neuer Technologien oder Betriebsverfahren, deren Sicherheit vor Einführung nachgewiesen werden muss. Für die Nachweisführung spielt die Simulation der Zugdynamik, verbunden mit statistischen Auswertungen der Ergebnisse, eine zentrale und unersetzliche Rolle. Der Vortrag stellt die Problemstellung, die Rahmenbedingungen und die Verfahren der zugdynamischen Simulation vor und gibt einen Ausblick auf weitere Entwicklungen.

Bildunterschrift: Links: Dr. Peter Spiess von DB Systemtechnik, rechts: Prof. Dr. Kai Diethelm, THWS

 

 

Dr. Maximilian Baust (links) wird von Prof. Martin Storath (rechts) begrüßt.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Wärmeleitungsgleichung am Computer zu lösen

Dr. Maximilian Baust (Nvidia Corporation) stellte in seinem Vortrag zunächst einige klassische
Ansätze vor und erklärte dann, wie man durch modernes Deep Learning die Wärmeleitungsgleichung
auch bei komplexen Geometrien effizient lösen kann. Der Vortrag fand im Rahmen des
Technomathematik-Kolloquiums statt.

Bildunterschrift: Dr. Maximilian Baust (links) wird von Prof. Martin Storath (rechts) begrüßt.

Fahrdynamiksimulation mit Anwendungsbeispielen aus Projekten

Durch die Modellierung und Kalibrierung von Fahrzeugdynamik können Fahrzeugfunktionen und Fahrzeugkomponenten noch vor der Fahrzeugimplementierung validiert und optimiert werden. Diese Methodik steigert die Effizienz in der Entwicklung und wird zunehmend zum Standard in der Automobilbranche. Innerhalb des Vortrags wird die Methodik vorgestellt und anhand von mehreren abgeschlossenen Projekten detailliert vorgestellt.

Vorstellung des Hackathons

Die Einführung des automatisierten Fahrens bringt durch die Befreiung des Fahrers von der Fahraufgabe vollkommen neue Nutzungsmodelle für Fahrzeuge mit sich. Das Auto entwickelt sich dadurch vom reinen Fortbewegungsmittel zu einem Service Provider für den Nutzer des Autos. Hierbei muss das Auto die Services nicht nur realisieren, sondern verfügbare Services auch entdecken, dem Nutzer anbieten, die Services abonnieren, abrechnen und bezahlen können. Es ist damit zu rechnen, dass Technologien, Prozesse und Praktiken aus dem Consumer Electronics Bereich ins Fahrzeug wandern. Im Hackathon sollen Themen rund um alle Aspekte dieser Services rund ums Auto bearbeitet werden: - Das Auto als Service-Provider und Consumer - Ein Nutzfahrzeug als Service Provider im gewerblichen Umfeld - Eine Packstation als Service-Hub - Eine Ladestation als Schnittstelle zwischen Infrastruktur und dem Auto - Ein Backend zum Überwachen, Optimieren und Abrechnen der Services - Das mobile Interface zum Kunden.

 

Dr. Peter Grabs, CTO Engineering, Intedis GmbH & Co. KG

Dr. Matthias Korte, Manager System Design, Intedis GmbH & Co. KG

Die Finite-Elemente-Untersuchung linearer und nichtlinearer Randwertprobleme der Elastizitätstheorie führt bei vorhandenen und durchgängig diskretisierten Mikrostrukturen üblicherweise auf sehr große dünnbesetzte Gleichungssysteme. Als ein effizientes Lösungsverfahren empfehlen sich Mehrgittermethoden. Während bei klassischen Mehrgitterverfahren die minimale Anzahl der zur Geometriebeschreibung notwendigen Finiten Elemente von der Geometrie selbst abhängig ist, besteht bei der Composite-Finite-Elemente-Methode (CFE) ein gröbstmögliches Gitter zur Diskretisierung einer beliebigen Geometrie stets aus einem Element. Dafür werden Finite-Elemente-Räume entwickelt, deren minimale Dimension nicht mehr mit der Komplexität der Geometrie gekoppelt ist. Ein auf der CFE-Methode basierender Mehrgitteralgorithmus nebst zugehörigen Transferoperatoren zur Berechnung elastischer Körper wird vorgestellt. Im Gegensatz zu algebraischen Mehrgittermethoden, bei denen zur Konstruktion der Transferoperatoren ausschließlich die Steifigkeitsmatrizen des diskretisierten Problems herangezogen werden, nutzt der präsentierte Algorithmus zusätzlich Geometrieinformationen aus, ohne dabei jedoch die beim klassischen geometrischen Mehrgitterverfahren auftretenden Einschränkungen zu besitzen.

Bildunterschrift: Johann Bitzenbauer

Das Zentrum für vorsprachliche Entwicklung und Entwicklungsstörungen (ZVES) am Universitätsklinikum Würzburg verfügt über eine der weltweit größten Audio-Referenzdatenbank für Baby- und Kindersprachlaute, die mit Hilfe verschiedener Computerprogramme untersucht werden.

Das Ziel dieser Untersuchungen besteht darin, schon sehr früh, lange bevor die ersten Worte gesprochen werden, Hinweise auf eine mögliche Entwicklungsverzögerung oder spätere Sprachstörung zu erhalten. Bei Babys mit Hörstörungen geht es auch um die Optimierung der Hörgeräteanpassung, denn Babys können nicht sagen wie gut oder schlecht ein Hörgerät eingestellt ist.

Der Vortrag erklärt mit Bild, Ton und Film wie wir das machen, was wir schon wissen und was wir noch erforschen wollen und wobei wir Unterstützung suchen. Es geht um Forschung aber auch um die Umsetzung der Ergebnisse für eine zukünftige klinische Anwendung.

Vortrag im Rahmen des Technomathematik-Kolloquiums

Dr.-Ing. Dmitry Vlasenko, Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Donnerstag, 20.04.2017, 16:00 Uhr, HS 5.2.02 in Campus 1

Mathematische Methoden zur Simulation von Mehrkörpersystemen

Um die Entwicklung der mechanischen Systeme (von Roboter, Fahrzeuge,
Wälzlager, usw.) zu beschleunigen, soll die Bewegung der Systeme simuliert
werden. Dafür sollen die entsprechenden Bewegungsgleichungen über eine
bestimmte Zeit gelöst werden.

Die Lösung der Gleichungen ist ein komplexes Problem, da das Gleichungssystem
sowohl Differenzialgleichungen 2-er Ordnung als auch algebraische
Nebenbedingungen koppelt. Im Vortrag werden unterschiedliche Methoden zur
Lösung der differential-algebraischen Gleichung präsentiert und verglichen.

Wenn ein oder mehrere Teile der mechanischen Systeme deformierbar sind, muss
eine Größenordnung von mehreren Hunderttausend Gleichungen gelöst werden.
Um Systemsimulation in übersehbarer Zeit auszuführen, sollen die
Reduktionstechniken verwendet werden, die Anzahl der Gleichungen minimieren
und hochfrequente Systembewegungen eliminieren.

Die Windenergie entwickelt sich zur tragenden Säule der deutschen Energieversorgung. Eine hohe Anlagenverfügbarkeit ist wichtig, um zuverlässig Energie produzieren zu können und dem Betreiber einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Die Zustandsüberwachung des Antriebsstranges mit Monitoringsystemen ist heutzutage Standard. Wölfel hat in Ergänzung dazu Produkte zur Rotorblatt- und Turmüberwachung entwickelt. In dem Vortrag soll ein Überblick über den Stand der Technik zur Überwachung von Windenergieanlagen gegeben werden. Dabei wird auf die unterschiedlichen Methoden zur Triebstrangüberwachung (z.B. Getriebe und Lager) und die Strukturüberwachung (z.B. Rotorblätter; Turm) eingegangen und einige mathematische Hintergründe sollen erklärt werden.

Dr.-Ing. Carsten Ebert
Leiter Windenergie
Leiter Baudynamik

Wölfel Engineering GmbH + Co. KG
Max-Planck-Str. 15
97204 Höchberg

Im Rahmen eines "Robo-Advisor“-Ansatzes sollte eine Software entwickelt werden, die ein erweitertes Portfoliooptimierungsproblem (NP-schwer) approximativ löst. Die entwickelte Software sollte mit Hilfe des NVIDIA-Frameworks „CUDA" den implementierten Lösungsalgorithmus massiv parallel ausführen.

Dipl.-Ing. René Titze, TauRes Finzanzdienstleister, Koblenz 

HIL (Hardware in the Loop)-Simulationen sind eine Methode zum Testen und Absichern von eingebetteten Systemen. Dadurch können Vorteile wie beispielsweise verkürzte Entwicklungszeiten und Kosteneinsparungen realisiert werden.

Nach einer allgemeinen Einführung in Matlab/Simulink werden Anwendungsmöglichkeiten von HIL-Simulationen im Bereich Automotive an Hand von Beispielen erläutert, die aktuelle Entwicklungsprojekte von in-tech berücksichtigen.

Dipl.-Ing. Florian Amper
in-tech GmbH
Parkring 2
85748 Garching b. München

www.in-tech.de

Bildquellen: in-tech GmbH

Die Concept Laser GmbH ist Pionier auf dem Gebiet der Metall-Laserschmelz-Technologie und einer der weltweit führenden Hersteller von Industrie-Laseranlagen für den 3D-Metalldruck. Im Jahr 2000 gründeten Kerstin und Frank Herzog ihre Firma mit Sitz im oberfränkischen Lichtenfels. Das Unternehmen lebt die Werte des deutschen Mittelstandes: langfristiges Denken und Handeln, Verantwortung für die Mitarbeiter, Innovation – mit Herz und Verstand. Der Begriff LaserCUSING® – zusammengesetzt aus dem C von Concept Laser und dem englischen FUSING für „komplett aufschmelzen“ – beschreibt die Technologie der Zukunft. Das Schmelzverfahren mit patentierter „stochastischer Belichtung“ generiert unter Verwendung von 3D-CAD-Daten Schicht für Schicht komplexe Bauteilgeometrien. Wenn aus Metallpulver 3D-Bauteile von höchster Qualität entstehen, sind die Oberfranken mit dabei. Forschung & Entwicklung sind das Herzstück des Unternehmens. Concept Laser bietet heute alles, was die internationale Kundschaft für den industriellen 3D-Metalldruck braucht: Technologie, Anlagen, Dienst- und Entwicklungsleistungen.

In der Praxis beschäftigen sich heute überwiegend Quereinsteiger wie Ingenieure oder Praktiker mit additiver Fertigung und additiver Anlagentechnik. Ausgebildet wurden sie in klassischen Gieß- oder Fräsverfahren. Weder an der Hochschullandschaft noch an Berufsschulen sind additive Verfahren derzeit hinreichend abgebildet und Teil der Ausbildungspläne. Die zukünftige Penetration der additiven Fertigungstechnologien im Markt lassen jedoch schon heute einen hohen Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern für Additive Manufacturing erkennen. Mit Gründung der „Concept Academy“ legt Concept Laser den Schwerpunkt auf die Ausbildung akademischer Fachkräfte im Bereich der additiven Fertigung mit Metallen. Die „Concept Academy“ bietet die perfekte Plattform, Theorie und Praxis zu verknüpfen. Unsere Angebote richten sich an die neugierige, forschungsbegeisterte „Generation 3D“: von Schülern über Studenten bis zum Doktoranden

Bildquellen: Concept Laser GmbH

Computersimulationen spielen heutzutage bei der Entwicklung optischer Systeme und
Komponenten ( Leuchtdioden, Linsen, Laser, Sensoren…) eine immer größere Rolle.

Im Vortrag wird an aktuellen Beispielen aus dem industriellen Alltag die Arbeit von Entwicklungsingenieuren im Bereich Modellbildung und Simulation bei der Fa. OSRAM Opto Semiconductors vorgestellt. Typische Fragestellungen sind beispielsweise die Entwicklung von Computermodellen zur Simulation von Leuchtdioden, die Analyse von mechanischen Verspannungen in Halbleiterwerkstoffen oder Prozesssimulationen.

Dabei wird konkret auf interessante offene Themen für Bachelor- und Masterarbeiten, sowie auf Möglichkeiten eines Praktikums für Technomathematiker bei der Fa. OSRAM Opto Semiconductors eingegangen.

Wälzlager werden überall dort eingesetzt, wo sich Dinge bewegen müssen. Sie sind unterschiedlichsten Lasten und Bewegungen ausgesetzt. Bei der Auslegung und der Produktentwicklung kommen heutzutage unterschiedliche Simulationswerkzeuge zum Einsatz. Eines davon ist die Kontaktsimulation, die den Blick zwischen zwei Elemente, wie zum Beispiel die Laufbahn und einen Wälzkörper gewährt und unterschiedlichste Fragen, beispielsweise nach dem Schmierungszustand, beantworten soll. Dahinter verbirgt sich, für die Anwender der Software weitgehend unsichtbar, jede Menge Mathematik, um das Problem zu beschreiben und schließlich zu berechnen. Als Beispiele seien hier die Elastizitätsgleichung und die Reynolds-Gleichung genannt, die die elastischen Verformungen bzw. den Ölfluss im Schmierspalt beschreiben. In diesem Vortrag wird ein Überblick über die Gleichungen und die eingesetzten Lösungsverfahren gegeben, sowie die Simulation selbst vorgestellt werden.

Dipl.-Technomath. Alexander Liebel
Senior Specialist
Advanced Bearing Analysis

Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Industriestraße 1-3
91074 Herzogenaurach (Germany)
www.schaeffler.com  www.schaeffler.de 

Der Einsatz nichtlinearer Materialien zur Optimierung von Betriebsmitteln der Energietechnik erfordert  mehr und mehr den Einsatz computergestützter Methoden. Im  ersten Teil des Vortrag Computational Electromagnetics  für langsam veränderliche Felder  soll gezeigt werden, wie langsam veränderliche elektromagnetische Felder modelliert  werden  können. Die Anwendung dieser Modelle auf industrielle Problemstellungen soll am Beispiel der Dimensionierung  von Betriebsmitteln der Hochspannungstechnik demonstriert  werden. Im abschließenden Teil sollen aktuelle wissenschaftliche Fragestellung im Bereich computergestützter Methoden für langsam veränderlicher Felder präsentiert werden.

Dipl.-Phys. Daniel Schmidthäusler
Bergische Universität Wuppertal
Rainer-Gruenter-Straße 21, 42119 Wuppertal