A Playful English Morning
Dieses Jahr unterrichteten zwei Studierende die Sprache Englisch. Zielgruppe eines solchen „English Morning“ sind vhs-Kurs-Teilnehmerinnen, von denen manche jedes Jahr kommen. Für die unterrichtenden Studierenden hingegen ist so ein English Morning immer ein Novum!
Die Didaktik-Dozentin Prof. Dr. Maike Hansen hatte vorgeschlagen, das Programm erstmalig etwas zu erweitern, indem im Anschluss an den Sprachunterricht englische Spiele ausprobiert werden – und das kam gut an.
Als Eisbrecher und zum Kennenlernen hatten Anika und Maximilian, die beiden Studierenden, verschiedene spielerische Aktivitäten vorbereitet, bei denen man sich im Raum bewegte und miteinander ins Gespräch kam. Und das funktionierte wunderbar: In gelöster, fröhlicher Stimmung lernt es sich leichter.
Anika hatte sich das Thema „Idioms“ ausgesucht, englische Redewendungen, wie sie in dem Song „Roar“ von Katy Perry vorkommen. Ein eher anspruchsvolles Thema, das aber dank der passenden methodischen Vorgehensweise gut gemeistert wurde. Zunächst stellte Anika die „idioms“ anhand von Illustrationen vor und ließ die Lernenden die Bedeutungen erraten, so dass die Teilnehmerinnen beim ersten Hören des Songs rasch Erfolgserlebnisse hatten. Später ordneten die Lernerinnen dann in Tandems kleine Zettel mit den einzelnen „idioms“ den jeweiligen Bedeutungen zu und fanden auch die entsprechenden Beispielsätze. Als krönenden Abschluss gab es dann ein „Activity-Ratespiel“, bei dem die Teilnehmerinnen die „idioms“ pantomimisch darstellten und die Gruppe erkennen sollte, um welche Redewendung es sich handelte. Es klappte wunderbar, alles wurde schnell und freudig erraten.
Die Stunde von Maximilian hatte einen anderen Fokus, nämlich das globale Leseverstehen. Dafür begann er mit einem Bildimpuls als sogenannten „Advance Organizer“, mit dem er Vorwissen und die eine oder andere Vokabel bei den Teilnehmerinnen reaktivierte. Nun war die Neugier geweckt! Maximilian forderte die Teilnehmerinnen allerdings auf, den Text nur zu überfliegen und sich auf die „Key words“, Schlüsselbegriffe, zu konzentrieren. Er gab ihnen bewusst nur wenige Minuten Zeit zum Lesen. Das war spannend, zumal erwachsene Fremdsprachenlerner sonst gerne die Tendenz haben, alles verstehen zu wollen. Maximilian aber regte an, sich nur auf das Wesentliche zu fokussieren. Und auch hier wieder: Die Teilnehmerinnen ließen sich darauf ein und fanden zügig und sicher die Lösungen. So blieb genügend Zeit, um das Thema anschließend losgelöst vom Text frei und lebhaft zu diskutieren.
Nach den Unterrichtsstunden wurde gespielt, und zwar mit sogenannten „Story Cubes“. Das sind Würfel, die statt Zahlen Zeichnungen von Dingen, Menschen, Symbolen oder Tätigkeiten tragen. Mit den gewürfelten Zeichnungen werden dann Geschichten erfunden und erzählt. Die Ideen sprudelten nur so und es wurde sogar ein bisschen literarisch. Was mit „Once upon a time“ begann, entfaltete sich zu Geschichten voller Überraschungen. Ab und zu bauten die Teilnehmerinnen munter die frisch gelernten „idioms“ ein. Die Teilnehmerinnen ließen ihre Geschichten wie auch den English Morning enden mit „and they lived happily ever after“. (mh)







