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Grundlagen der Navigation und Positionsbestimmung - Prüfungsnummer: 9958451

Die Navigation von Schiffen über die Weltmeere verlangt die Bestimmung der eigenen Position und das Berechnen einer günstigen Route von A nach B.

Zu einer Positionsbestimmung gehören Längen- und Breitengrad. Während der Breitengrad ziemlich einfach zu bestimmen ist, ist die Längengradbestimmung sehr lange ein großes Problem gewesen. Historische Werkzeuge sind z.B. das Astrolabium, der Jakobsstab und ein Sextant bzw. Oktant. Der Umgang mit diesen Werkzeugen benötigt etliches mathematisches Wissen. Nach der Erfindung des Chronometers war dann die Längengradbestimmung sehr viel einfacher. In Zeiten von GPS ist vieles davon nicht mehr zwingend notwendig, aber GPS kann gestört werden, so dass auch heute noch auf Schiffen das Mitführen eines Schiffschronometers vorgeschrieben ist.

Zur Routenbestimmung auf einer Seekarte werden Informationen über die Art der Projektion, die einen Ausschnitt eines Globus auf eine zweidimensionale Ebene projiziert, benötigt.

Jede Art von Projektion bedeutet aber, dass die jeweiligen kürzesten Verbindungen auf einer Karte nicht als Gerade erscheinen, sondern als gekrümmte Linie

In Küstennähe – also bei kleinem Ausschnitt – sind diese Verzerrungen aber weniger von Bedeutung, da hier mit Winkeln zu festen Punkten navigiert wird.

In der Veranstaltung werden die verschiedenen historischen Werkzeuge vorgestellt, der mathematische Hintergrund und die notwendigen Berechnungen nachvollziehbar vorgestellt und die einzelnen Werkzeuge können und sollen auch ausprobiert werden, wenn das Wetter es zulässt.

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  1. Kenntnisse in Geometrie, Planimetrie und Trigonometrie
  2. Interesse an mathematischen Berechnungen

Prüfungsform: schriftliche Klausur

Dozent/in: Albrecht Onasch (LfbA)
Stand: 09.09.2026, 08:48