Studienziele
Qualifikationsziele und angestrebte Lernergebnisse
Das Programm befähigt Absolventinnen und Absolventen, in Bereichen zu arbeiten, in denen Anwendungen der Mathematik eine wesentliche Rolle spielen. Beispielsweise sind Absolventinnen und Absolventen in der Lage,
- mathematische Hypothesen zu formulieren und zu verstehen, wie solche Hypothesen mithilfe mathematischer Methoden verifiziert oder falsifiziert werden können.
- Analogien und grundlegende Muster zu erkennen.
- konzeptionell, analytisch und logisch zu denken.
- Algorithmen und Datenstrukturen auszuwählen und zu implementieren, wobei Aspekte der Effizienz zur Problemlösung berücksichtigt werden.
- komplexe Aufgaben objektorientiert zu modellieren und zu lösen. Sie beherrschen gängige Methoden der Gestaltung von Datenbank-Prozessen.
- die Bedeutung mathematischer Modellierung im Anwendungskontext zu verstehen, wichtige Modelle zu kennen und sich in weitere Modelle einzuarbeiten sowie diese im Anwendungskontext kollaborativ weiterzuentwickeln.
- Softwaremodule zu kombinieren und mathematische Software selbstständig weiterzuentwickeln oder zu programmieren.
- die anwendungsbezogene Perspektive der Problemlösung zu berücksichtigen, einschließlich Zeit- und Kostenfaktoren.
- Argumente kritisch zu hinterfragen, ihre Ansichten und Argumente aktiv in Gruppen einzubringen und Verantwortung innerhalb der Gruppe zu übernehmen.
Absolventinnen und Absolventen des Programms mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt beherrschen grundlegende Begriffe und Konzepte der Physik und sind in der Lage, einfache Experimente mit physikalischen Messinstrumenten zu planen und durchzuführen. Sie verfügen über grundlegende Kenntnisse der Elektrotechnik und der Festigkeitslehre, um sich weiteres Wissen in den Bereichen Elektrotechnik und Maschinenbau aneignen zu können.
Absolventinnen und Absolventen des Programms mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt beherrschen grundlegende wirtschaftliche Begriffe und Konzepte, können wirtschaftliche Fragestellungen in mathematischer und ökonomischer Terminologie formulieren und sind in der Lage, sich weiteres Wissen in der Betriebswirtschaftslehre anzueignen.
Studienziel und Studiengangsprofil sind in § 2 der SPO dargelegt:
(1) Das Ziel des Bachelorstudiengangs Angewandte Mathematik ist es, die Befähigung zu einer auf wissenschaftlicher Grundlage beruhenden Tätigkeit im Berufsfeld einer Mathematikerin bzw. eines Mathematikers insbesondere in den Anwendungsbereichen der Mathematik zu erwerben.
(2) Dazu wird eine umfassende mathematische Grundausbildung angeboten, die zudem fundierte und breite Grundlagen auf dem Gebiet der Informatik und in einem Anwendungsbereich enthält. Fortgeschrittene mathematische Lehrveranstaltungen zusammen mit Veranstaltungen zu Inhalten aus den Bereichen Informatik und Ingenieurwesen oder Wirtschaft sowie interdisziplinär angelegten Lehrangeboten komplettieren die praxisbezogene Lehre und die Vermittlung aktuellen Fachwissens, berufsfeldbezogener Qualifikationen, fachübergreifenden Wissens auf Bachelorniveau sowie allgemein anerkannter Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis.
(3) Die in dem Studiengang erworbenen Fähigkeiten zum logisch-analytischen, abstrakten und praxisrelevanten Denken ermöglichen eine rasche Einarbeitung und einen effektiven Einsatz in den zahlreichen Einsatzgebieten der Mathematik und gewährleisten die Beschäftigungsfähigkeit und die Befähigung zum lebenslangen Lernen. Unterstützend werden im Studium sprachliche Fertigkeiten, weitere Persönlichkeits- und Sozialkompetenzen sowie methodische Kompetenzen auf Bachelorniveau erworben.
(4) Der Studiengang bildet theoretische Grundlagen und bietet eine praxis- und anwendungsorientierte Ausrichtung, die durch die Inhalte aus der Informatik, den Ingenieurwissenschaften oder den Wirtschaftswissenschaften interdisziplinäre Elemente und insbesondere Inhalte und Konzepte aus dem Bereich der Digitalisierung enthält.
(5) Das Studium wird auch in der Studienvariante "Angewandte Mathematik dual" als Studium mit vertiefter Praxis angeboten. Bei der Wahl der Studienvariante "Angewandte Mathematik dual" findet eine intensivierte Verzahnung von Theorie und Praxis statt, wodurch das Kompetenzprofil von dual Studierenden zusätzlich erweitert wird. Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Studium und Praxisphasen wenden Studierende das Erlernte direkt im jeweiligen Partnerunternehmen an. Hierdurch wird ein besonders hoher Grad an Berufsfeldorientierung sowie Selbstorganisation sichergestellt. So wird ein intensives Studium ermöglicht, bei dem zum einen erlernte Problemlösungsmethoden und angeeignetes Fachwissen schon während des Studiums in der betrieblichen Praxis erprobt, untermauert, reflektiert und vertieft werden und zum anderen praktische Erfahrungen in die Lehrveranstaltungen eingebracht und dort analysiert und verarbeitet werden.